Samstag, 25. Mai 2013

Mediale Aufmerksamkeit und die Zusammenarbeit von Femen mit der Presse

Das Ziel von Femen: möglichst große mediale Aufmerksamkeit, möglichst viele Bilder, ganz nach der Devise: Hauptsache abgelichtet werden. Indem sie ihre Körper entblößen und damit Bilder erzeugen, die den Geschmack von Playboy, BILD und sogar EMMA1 treffen, wollen sie Stärke und Macht suggerieren. Macht über den eigenen Körper. Doch geben sie im gleichen Moment, in dem die Fotografin das Foto für die nächste Schlagzeile schießt (um die Verkaufszahlen ihrer Zeitung anzukurbeln), sämtliche Macht über den eigenen Körper ab: die Bestimmungsgewalt, in welchem Kontext, mit welcher Intention die Bilder eingesetzt werden und mit welchen Gedanken und Konnotationen sie schließlich von den aufgeregten Leser_innen rezipiert werden, ist nicht mehr die? ihre. Das Vertrauen darauf, dass keine eigenen Texte oder Erklärungen über durchgeführte Aktionen verfasst werden müssten, da die Presse schon etwas (gutes) darüber schreiben wird und es ja ohnehin nur um die öffentlichkeitswirksamen Fotos geht, ist schlichtweg unbedacht und naiv. Dies führt dazu, dass sie sich bei der Vermittlung ihrer Inhalte vollkommen auf die bürgerliche Presse verlassen, deren Aufgabe es ist, dem Mainstream zu gefallen.
Doch: von welchem politischen Inhalt kann überhaupt die Rede sein?
1 Verweis auf Text aus der EMMA

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