Samstag, 25. Mai 2013

Bootcamps und Militarismus

Femen beschreiben sich selbst als Kämpferinnen und Soldatinnen. Sie verlangen von ihren Mitgliedern, dass sie physisch und mental fit sind.1
Die Trainingseinheiten, die sogenannten Bootcamps, spielen für Femen auch in ihrer Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Rolle. Auf ihrer Homepage berichten sie regelmäßig von den Veranstaltungen und geben so zum Beispiel an, dass sie neue Elemente von physischen und psychologischen Trainingsmethoden eingebaut haben, um noch erfolgreicher bei ihren Aktionen gegen das Patriarchat zu kämpfen.2
Vokabeln militärischer und kriegerischer Strategien werden von Femen unhinterfragt verwendet.
Ein wichtiger Bestandteil von Aktionen scheint es zu sein, repressive Ordnungshüter*innen und Machtapparate zu wecken um gewaltreiche polizeiliche Interventionen zu erreichen. Eine Kritik an polizeilichen und politischen Strategien gegen politisch Andersdenkende unterstützen wir, Femen nutzen jedoch ihre vielen Platzverweise und Festnahmen nicht, um Repression und Unterdrückung transparent zu machen, sondern verbreiten lediglich Fotos, die dabei entstehen – Bilder auf denen Machtfantasien, nackte Frauen umzingelt von Uniformierten, reproduziert werden.


1„Activists of FEMEN - are morally and physically fit soldiers“. Offizielle Homepage der femen. http://femen.org/en/about. Zugegriffen am 19.03.2013.

2Offizielle Homepage der femen. Sex & Extremism. Stand 18.02.2013. http://femen.org/en/gallery/id/142. Zugegriffen am 19.03.2013.

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